“Doch jene Wolke blühte nur Minuten…” – Tưởng niệm dịch giả – nhà thơ Quang Chiến (Ngô Quang Phục) 1941-2021

“Nhưng áng mây trắng trôi
Chỉ bồng bềnh giây lát…”

Tưởng niệm dịch giả – nhà thơ Quang Chiến (Ngô Quang Phục) 1941-2021

Trích buổi đọc tác phẩm và giao lưu với dịch giả và nhà thơ Quang Chiến tại trụ sở Tạp chí văn hoá – xã hội Đức-Việt “Đối Thoại”, Berlin ngày 19.08.1992

Phần I với các tác phẩm dịch thơ của Johannes R. Becher („Gần nhau”) – từ phút 02:00 -, Bertolt Brecht (“Hồi tưởng Marie A.”) – từ phút 03:35 -, Heinrich Heine (“Một cô ả”, “Chính bởi yêu em”, „Anh đã giấu người đời”, „Năm tháng sẽ qua đi”) – từ phút 25:00 – và hai trích đoạn từ tiểu thuyết “Nỗi đau của chàng Werther” – từ phút 11:10 -, của Johann Wolfgang Goethe

SỐNG CHUNG VỚI CORONA – PODCAST VIỆT-ĐỨC TỪ BERLIN
KỲ 26, THỨ SÁU 03.12.2021

“Doch jene Wolke blühte nur Minuten…”

🇩🇪 Aus der Lesung und Diskussion mit Quang Chiến in der Redaktion der deutsch-vietnamesischen Kulturzeitschrift “Đối Thoại”, Berlin den 19.08.1992

Teil I mit der Lesung der Nachdichtungen der Gedichte von Johannes R. Becher („In tiefster Nähe”), Bertolt Brecht (“Erinnerung an die Marie A.”), Heinrich Heine (“Ein Weib”, “Weil ich dich liebe”, “Wie schändlich du gehandelt“, “Die Jahre kommen und gehen”) und der zwei Auszüge aus dem Roman “Die Leiden des jungen Werther” von Johann Wolfgang Goethe

LEBEN MIT CORONA – DEUTSCH-VIETNAMESISCHER PODCAST AUS BERLIN
FOLGE 26, FREITAG 03.12.2021

„BUT TODAY IS A GIFT” – GESPRÄCH MIT HEINZ BLUMENTHAL, Düsseldorf 31.10.2021 (Teil I)

Eine Koproduktion im Rahmen des Projektes „ZEITZEUGEN“ der Rosa-Luxemburg-Stifftung. Wir bedanken uns herzlich bei Peeter Raane für die Initierung der Gesprächsreihe sowie für die große persönliche Unterstützung bei der Realisierung des Gespräches mit Heinz Blumenthal.

Sprache: Deutsch

Musikalischer Einstieg und Ausklang: Silvius Leopold Weiss (1687-1750), Suite in A Dur: Allemande, aus dem Album “Guitar Music Vol. 6 – Long Plays 2” von Dang Ngoc Long (Logiker-Musikverlag Berlin 2021). Wir danken dem Komponisten und Gitarristen Prof. Dang Ngoc Long für seine Erlaubnis, Auszüge aus seinem Album in unserem Podcast zu verwenden.  

„BUT TODAY IS A GIFT” – TRÒ CHUYỆN VỚI HEINZ BLUMENTHAL Düsseldorf 31.10.2021 (Phần I)

Chương trình hợp tác trong khuôn khổ dự án “NHÂN CHỨNG THỜI ĐẠI” của Quỹ Rosa-Luxemburg (CHLB Đức). Chúng tôi xin chân thành cảm ơn Peeter Raane vì sáng kiến xây dựng chuỗi đối thoại này và sự hỗ trợ cá nhân to lớn trong việc thực hiện cuộc trò chuyện với Heinz Blumenthal. 

Ngôn ngữ: Tiếng Đức (sẽ có phần phụ đề tiếng Việt)

Âm nhạc: Silvius Leopold Weiss (1687-1750), Suite in A Dur: Allemande, trích từ Album “Guitar Music Vol. 6 – Long Plays 2” của Đặng Ngọc Long (Nhà xuất bản Logiker-Musikverlag Berlin 2021). Chúng tôi chân thành cảm ơn nhạc sỹ và nghệ sỹ Guitarre GS. Đặng Ngọc Long đã cho phép sử dụng một số trích đoạn từ Album của ông tại Podcast này. 

Video-Podcast „Leben mit Corona – Deutsch-vietnamesischer Podcast aus Berlin“  Video-Podcast “Sống chung với Corona – Podcast Việt-Đức từ Berlin”  
# 25, Freitag / Thứ sáu, 05.11.2021

Isabelle Müller, To love mankind as it is

Gedanken zum Gespräch „To love the world as it is (II)“ mit dem deutsch-vietnamesischen Unternehmer Vu Minh Anh, Gründer und Geschäftsführer der Reisefirma „Terraverde Travel“, aus der Podcast-Reihe „Leben mit Corona – deutsch-vietnamesischer Podcast aus Berlin“, Folge 24, Sonntag 18.07.1959 

Die Autorin Isabelle Müller und der Gastgeber des Podcast bei der gemeinsamen
zweisprachigen Lesung aus dem Buch „Loan“ in Berlin am 28. Juli 2019
(Screenshot aus dem Video von Truong Tran Phuc)

Vorbemerkung: 

Isabelle Müller ist die Tochter einer vietnamesischen Mutter und eines französischen Vaters, der Soldat der französischen Kolonialarmee in Indochina war. Sie wurde 1964 in Tours (Frankreich) als Isabelle Gaucher geboren und wuchs dort in ärmlichen Verhältnissen auf. Seit 1985 arbeitete sie in Deutschland als Dolmetscherin und Übersetzerin für Deutsch-Französisch, Deutsch-Russisch und Deutsch-Englisch. In 2009 erschien ihre Biographie „Phönixtochter – Die Hoffnung war mein Weg“beim Verlag Krüger (S. Fischer). Mit ihrem nächstem Buch, der mütterlichen Biographie „Loan – Aus dem Leben eines Phönix“ nahm Isabelle Müller im Juli 2015 am von Amazon ausgerichteten Kindlestoryteller 2015 Wettbewerb teil und erreichte das Finale (5 Finalisten). Im März 2018 erschien die vietnamesische Fassung des Buchs „Loan – Aus dem Leben eines Phönix“ in Vietnam beim Verlag TRẺ Publishing House (3. Auflage 2019). Im Mai 2016 gründete die Autorin die LOAN Stiftung, die Bildungsprojekte zugunsten Kinder ethnischer Minderheiten in den ärmlichsten Bergregionen im Norden Vietnams realisiert. 

Die folgenden Gedanken teilte Isabelle Müller als Facebook-Kommentare zu der Podcast-Folge „To love the world as it is (II)“, die hier mit dem Einverständnis der Autorin als ein zusammenhängender Text veröffentlicht werden. Wir danken Frau Müller von ganzem Herzen für ihre engagierten und ausführlichen Stellungsnahmen und hoffen, diese sind auch für die Zuhörer:innen des Gespräches und Leser:innen dieses Textes genauso inspirierend, wie für die Macher des Podcast „Leben mit Corona – deutsch-vietnamesischer Podcast aus Berlin“ selbst.        

I.

Lieber Trương Hồng Quang,

nun melde ich mich wieder, wie versprochen, mit meinem ausführlicheren Kommentar (in 8 Teilen gepostet wegen der Länge) zu dieser Podcast Episode. Zuerst meinen tiefen Dank an Dich und Herrn Vu Minh Anh für den interessanten Austausch, der nicht nur wichtige gesellschaftliche und ethische Fragen aufwirft, sondern auch richtig zur Selbstreflexion anregt. An der Länge meines Beitrages werdet ihr merken, dass es viel zu sagen gibt. Daher auch meinen Dank für deine Einladung, meine Meinung als Eurasierin dazu zu äußern. Ich werde nicht auf alle Themen eingehen können, aufgrund ihrer großen Anzahl. Gerne bei einer anderen Gelegenheit.

Die geschickte Einführung der maßgeschneiderten Reisemöglichkeiten des Reiseunternehmens von Herrn Vu Minh Anh bringt uns erst sanft zu den Themen Kultur, Geschichte, Pandemie über Trauma Bewältigung bis hin zur Identitätssuche. Ein gut gewählter Gast, meine ich, um einen Einblick in die Gefühlswelt eines jungen, erfolgreichen „Viet-Deutschen“ (noch mit Bindestrich geschrieben) in Vietnam zu bekommen.

Der kontroverse Blick über die erwähnten Themen kam hauptsächlich hervor, weil ihr beide verschiedenen Generationen angehört. Als in Deutschland lebende Eurasierin französisch-vietnamesischer Herkunft, fand ich mich dennoch in euch beiden wieder. Einmal durch mein Alter (57 Jahre), so auch durch mein Dasein als Mensch vietnamesischer Abstammung im Ausland, bzw. in einer neuen Heimat. Eure Fragen habe ich mir im Laufe meines Lebens bestimmt mindestens schon einmal gestellt – bis auf die Pandemie bezogenen Fragen. Einige davon habe ich dennoch anders beantwortet, als ihr. Doch eins nach dem anderen.

Es sind wichtige Begriffe in die Diskussion gefallen: Polarisieren, Politik, Gesellschaft, solidarische Grundhaltung, Vertrauen, alte Tugenden, Konsens, verstörende Bilder, spontane Hilfsaktionen, Nord-Süd-Konflikt, mentale Trennung, Kommunikation, Diaspora, Widerspruch, Grenzgänger, Krieg, etc… Wahnsinn, finde ich, was u. a. eine Pandemie an Emotionen hervorrufen kann. Es bestätigt klar: Eine Krise offenbart oft das wahre Gesicht eines Menschen, bzw. einer Gesellschaft.

Auf die Frage, ob man die Erfolgsstory aus den Medien („Asien, bzw. Vietnam hat die Corona Lage besser im Griff“) revidieren sollte, da inzwischen Existenzen in Vietnam durch Lockdowns möglicherweise bedroht werden, wird so schnell keine Antwort zu finden sein. Es wird am Ende nicht nur Ansichtssache sein (da jeder auch frei ist, sich seine eigene Meinung zu bilden). Es wird von der jeweiligen Situation und dem jeweiligen Erfahrungsbericht jedes Einzelnen abhängen. Zudem verändert sich noch die Lage fast täglich. 

Eins steht fest: Gleich nach dem Ausbruch der Pandemie hat Vietnam große Disziplin und Stärke bewiesen (wie Herr Vu Minh Anh sagte, „weil asiatische Länder bereits Erfahrung mit Pandemien besitzen“). Es ist aber zu früh feststellen zu wollen, welche Strategie und Politik welche Früchte getragen hat oder nicht. Das wird sich erst später zeigen. Daher stimmt die Aussage von Herrn Vu Minh Anh insofern, dass sich Entscheidungen mit neuen Parametern verändern können, wozu ich ergänze: „und daraufhin vielleicht auch die Meinungen.“

In der Feststellung von Herrn Vu Minh Anh, dass das vietnamesische Volk resilient, zäh und gelassen sei – zu diesen Eigenschaften kommen meinerseits die Adjektive fleißig und kreativ – findet sich doch deutlich ein Stück vietnamesische Identität wieder, die für ihn im späteren Verlauf des Interviews anscheinend – ich zitiere – „keine Rolle mehr spielt“. Entweder ist diese Identität bei ihm ganz tief vergraben und kommt absichtlich nicht zum Vorschein oder er schafft es tatsächlich, sich derart abzunabeln, dass er meint, keine Identität zu haben.

II.

Im weiteren Verlauf des Interviews nimmt Herr Vu Minh Anh – offenbar so bewusst, wie er kann – sowohl die positiven, Mut machenden Erfolgsgeschichten als auch die schlechten Nachrichten (Zwangsprostitution, etc…) über Viet-Deutsche nicht persönlich. Prinzipiell denke ich, ist es grundsätzlich eine gesunde Einstellung, um seine eigene positive, geistige, gesunde Balance zu erhalten. Allerdings kann an dieser Stelle Entfremdung entstehen. Fühlt man sich von einem Thema nicht angesprochen, kann das hinzuführen, dass man wegschaut und wichtige, gesellschaftliche Themen ignoriert. Und gerade hier geht womöglich die Möglichkeit, einen Bezug zur Identität zu finden, verloren.

Wir Menschen entwickeln uns anhand der Informationen, die wir bekommen. Sie helfen uns, das Bild unserer vermeintlichen Realität zu verfeinern. Dann entscheiden wir, ob wir uns mit diesem Bild identifizieren oder nicht. Identitätssuche ist für mich wichtig. Sie bedeutet Zugehörigkeitssuche und ist ein Ruf nach Liebe. Der Mensch durstet danach. An diesem Punkt möchte ich betonen, dass ich überzeugt bin, dass jeder Mensch und jedes Wesen eine Identität besitzen – ob sie es wollen oder nicht -, um sich erst an anderen zu messen (ohne anmaßend zu sein) und um schließlich die eigene Existenz besser wahrzunehmen. Diese philosophische Ebene müsste hier etwas vertieft werden, indem man „Identität“ klarer definiert. Und selbst die Definition von Identität wird sich kontinuierlich entwickeln, da unsere Welt stets in Bewegung ist.

Die Erwähnung von „verstörenden Bildern“ während der Pandemie (Hamsterkäufe, Flucht vor Behörden, etc…) bestätigt meine o.g. Aussage, dass eine Krise (hier wird z.B. COVID mit einem Kriegszustand verglichen) das wahre Gesicht eines Menschen, bzw. einer Gesellschaft offenbart. Weiterhin rutscht man in dem Interview unwillkürlich in das Thema „alte Wunden“ – damit ist der vietnamesische Nord-Süd Konflikt gemeint. Die große Rolle und Wichtigkeit der Kommunikation zwischen den Generationen wird im Interview unterstrichen, was auch absolut richtig ist. Auf eine konstruktive, sachliche und vor allem ehrliche Kommunikation sollte der Mensch stets achten. Richtige Kommunikation sollte alle vorhandenen Ansichtspunkte der jeweiligen Menschen auch wahrnehmen, zulassen, und nicht nur einseitig sein. Der Wille zur Kommunikation sollte auch bewusst geweckt und gepflegt werden, und dies, auf einer ehrlichen Ebene, wenn möglich ohne persönliche Interessen, zum Wohle der Gesellschaft. Denn nur glückliche Einzelpersonen können auch eine glückliche Gesellschaft bilden. Theoretisch. Hier fallen mir Worte wie „verstehen“, „lernen“ oder „verzeihen“: Jeder Mensch weiß besser als jeder andere, was gut für einen ist. Egal, wie und wofür man sich entscheidet, das zu tun, setzt der Wille voraus und bedeutet Arbeit. Ziel wären u. a., dass die Geschichte sich nicht wiederholt, indem man aus der Geschichte erfährt, aus der Vergangenheit lernt und Fehler zu vermeiden.

Zudem wäre es wichtig zu lernen, die Aussagen eines Einzelnen zu hinterfragen und richtig zu interpretieren, um das vielleicht Unbewusste, Unterschwellige an die Oberfläche zu tragen. Auch das ist Arbeit. Das Reiseunternehmen von Herrn Vu Minh Anh bietet sicherlich gute Möglichkeiten an, sich mit tiefgründigen, geschichtlichen, kulturellen, gesellschaftlichen und schließlich menschlichen Themen auseinanderzusetzen.

Alte Wunden (z.B. Nord-Süd-Konflikt) können nur heilen, wenn man die Bereitschaft, den Willen dazu hat. Fakte sprechen für sich und werden es immer tun. Der Mensch ist jedoch lernfähig, trotz seiner Emotionalität. Wir sind äußerlich und innerlich nicht alle gleich (Narr ist, wer das behauptet). Nur Grundeigenschaften ähneln sich und jeder Mensch ist ein Unikat. Wir reagieren und denken anders. Doch sollten wir stets den gesamten Kontext eines Faktes erfragen, um unseren Blickwinkel dadurch zu erweitern und um besser zu verstehen. Sich ein eigenes Bild von etwas machen zu dürfen, ist eine große Freiheit und das sollte uns allen bewusst sein. Reisen durch Vietnam bieten genau das an, da sie eine bereits vorhandene Affinität zu diesem Land sicher verfeinern.

III.

Herr Vu Minh Anh wurde angesprochen auf die Hoffnung auf Beendung des Nord-Süd-Konfliktes. “Das Problem löst sich von selbst aufgrund der Demographie. Wir gehören zur Generation, die im Ausland aufwächst, die gleichzeitig eine Bindung zu Vietnam hat. Es ist ein anderes Denken. Für die Jüngeren ist diese Frage über Nord und Süd völlig fremd.“ Die Wahrheit, würde ich sagen, liegt in der Mitte. 

Einerseits stimmt es (dass es ein anderes Denken ist): Nicht jeder Jugendliche vietnamesischer Abstammung möchte sich mit einer teilweise schmerzhaften Vergangenheit beschäftigen. Die Welt um sie ist doch so friedlich und schön, wozu denn? Die Frage, warum es friedlich und schön um sie ist, mag sich mancher leider nicht oft gestellt haben. Die Antwort würde lauten: Weil ihre Eltern und Großeltern sich dafür geopfert haben. 

Andererseits ist diese Frage bei vielen dieser jungen Menschen sehr präsent, Gott sei Dank. Auch wenn sie es nicht offen zum Ausdruck bringen, bedeutet es lange nicht, dass sie das Thema ignorieren. Sie behalten es einfach lieber für sich. Gerade diese junge Generation durstet nach Aufklärung, um die Denk- und Verhaltensweise der Älteren besser zu begreifen. Ich habe das festgestellt, als die Biographie über meine geliebte Mutter „Loan – Aus dem Leben eines Phönix“ in Deutschland und später in Vietnam erschienen ist. Das Buch wurde begeistert empfangen, weil es einige Antworten gab, auch einen anderen Blickwinkel auf bestimmte Dinge. Es schließt sozusagen eine Lücke in der Geschichte Vietnams und bringt mehr Verständnis, mehr Menschlichkeit in den Familien und in der Gesellschaft. Zeitzeugen gibt es wenige und heutzutage besteht die Möglichkeit, z. B. durch Reisen mit ihnen in Berührung zu kommen und sich auszutauschen – sei es persönlich oder über ein Buch. 

Diese Kinder der 2. Generation stellen Fragen und ihre Fragen werden beantwortet, was gut ist. Ihr Interesse an der Landesgeschichte ist also durchaus vorhanden, kann aber nicht bei dem anderen Teil dieser Generation erzwungen werden – höchstens angeregt. 

Und egal ob die jüngere Generation sich für die Geschichte ihres Herkunftslandes interessiert oder nicht: Unvermeidlich wird das Thema irgendwann zur Geschichte gehören. Eine Buchseite wird umgeblättert, um Raum für eine neue Geschichte zu schaffen. Wie die neue Geschichte allerdings aussehen wird, wird stark davon abhängen, wie die Vergangenheit ausgesehen hat. Vergangenheit gehört für mich deshalb absolut zur Kultur, daher bleibt es empfehlenswert, die Kultur und altes Wissen zu pflegen und weiterzugeben an die, die hören wollen und dafür offen sind.

Für mich ist es also wichtig, die Geschichte (m)einer Länder immer besser kennenzulernen, (welch ein Glück ich habe, denn ich habe mehrere Heimatländer!) daraus zu lernen, um die nächste Generation (meine Kinder z. B. oder meine Freunde) auch darüber zu informieren, aber nur wenn sie es wünschen. Erziehung vermittelt Kultur und Werte. So erfährt man auch von Tugenden wie Güte, Anstand und Empathie. Man sollte aber gleichermaßen über Laster sprechen und aufklären, wo diese z. B. im Leben zu finden sind (ohne zu predigen). Als Elternteil sollte man in der Lage sein, über seinen eigenen Schatten zu springen und das Kind selbst entscheiden lassen, in welche Richtung es gehen möchte. Eltern sind mit der Erziehung nur Wegweiser. Die Richtung sollen die Kinder selbst wählen und den Weg selbst gehen.

Ich persönlich habe begriffen, dass Konflikte und Kriege zuerst im Kopf entstanden sind, meistens aus Machtgier. Daher sollte unbedingt Frieden in unseren Köpfen entstehen, damit Frieden auch zur globalen Realität wird. Diese Vision für unsere nachhaltige Zukunft sollten alle Generationen mit vereinten Kräften hervorrufen.

IV.

Die o.g. Punkte (sehr untypisches, vietnamesisches Verhalten in der Krise / Erinnerung an den alten Nord-Süd-Konflikt) zeigen unterschwellig die bestehende Angst vor dem Verlust der alten, vietnamesischen Tugenden. Hier möchte ich kurz einwenden, dass viele der gemeinten Tugenden nicht nur in Vietnam zu finden sind/waren, sondern in allen Ländern dieser Welt. Tugenden dieser Art – die zur Lebenseinstellung oder Lebensphilosophie werden sollten (jeder kann natürlich für sich entscheiden) – finden sich zwar in manchen Ländern mehr als in andere, doch sind sie irdisch und keineswegs landesspezifisch. Insofern ist diese Angst sicherlich nicht nur vietnamesisch, sondern global: Wo gehen unsere edlen Werte hin und sind sie noch zu retten, und wenn ja, wie? 

Die Frage an Herrn Vu Minh Anh „Kann man sich als Rückkehrer noch gut wieder im Ursprungsland integrieren?“ wurde teilweise beantwortet. Ich persönlich finde es möglich, wenn der Wille dazu stark genug ist und wenn man im Ursprungsland mindestens genauso glücklich ist, wie im „Gastland“. Es kommt auf die persönlichen Ziele an: Ist man noch jung genug und meint, man hat genug „anderes Wissen“ bekommen und möchte es im Ursprungsland mit seinen Mitmenschen teilen, damit die Gesellschaft davon profitiert, dürfte es funktionieren. Ist man älter – nachdem man Jahrzehnte im „Gastland“ / ich bezeichne es lieber als „zweite Heimat“ – verbracht hat, sehe ich es als sehr schwierig, sich wieder zu integrieren und sich dabei wohl zu fühlen. Ein Mensch filtriert bewusst oder unbewusst immer „das Beste“ aus dem Leben heraus, um glücklich zu sein (Glück ist schließlich das Ziel jeder Person auf Erden; ich hatte damals als junge Studentin eine Arbeit über „Glück“ verfasst, erinnere ich mich). Wenn Rückkehr im Ursprungsland, dann nur mit einer großen Sammlung an neu erworbenen Eigenschaften aus der 2. Heimat im Gepäck. Am Ende kann diese „Mischkombination aus verschiedenen Kulturen“ gut bestehen.

An dieser Stelle eine quere Frage von mir: Mit welchen Absichten tut man das wirklich (sich wieder im Ursprungsland wieder integrieren)? Aus reinem Pragmatismus oder aus Nächstenliebe? (wohl ein anderes Thema).

Natürlich ist es von Vorteil, neu erworbene Kenntnisse und Verbesserungen (soweit es welche sind) einzuführen, um die Lebensqualität seiner Mitmenschen im Heimatland zu verbessern (Förderung der Wirtschaft, etc…). Ich hätte dabei gerne unterstrichen, wie wichtig Ethik dabei ist, um eine nachhaltige, positive Entwicklung des Heimatlandes zu erzielen – dies, mit immer großem Respekt zur vorhandenen Kultur. Diese sollte stets wie eine kostbare Perle beschützt werden. Denn die Zerstörung einer Kultur involviert einen Untergang. Wesentlich ist nicht der Untergang selbst, sondern die Frage, ob bei diesem Untergang die WERTE, die hoffentlich vermittelt wurden, dabei verschwunden sind oder ob sie weiterhin bestehen. Dass Kulturen Höhepunkte und Niedergänge haben, ist und bleibt ein Fakt. Es wird durch die Geschichte belegt. Früher oder später, sobald ein Land satt und fett wird, kommt der Untergang. Die Frage ist nur, bei sich schnell entwickelnden Ländern, wie schnell sie satt und fett werden und ob gute Werte (alte Tugenden) sie vor diesem Niedergang retten können. Auch ein interessantes Thema.

V.

Die Aussage von Herrn Vu Minh Anh, Vietnam sei ein offenes Land, das Chancen für alle bietet, ist richtig. Hier möchte ich betonen, dass alle möglichen Aspekte einer Entwicklung beleuchtet werden sollten, bevor man ein Land gänzlich öffnet. Kreativität ist wunderbar (das zeigen die Vietnamesen zum Beispiel mit der großen Anzahl ihrer Startups im Land), aber die “Maschinerie” in Gang zu halten, könnte unwillkürlich weitere Probleme bringen, denen die junge Generation vor Ort nicht unbedingt gewachsen ist. Die jetzige, „wissenshungrige“, vietnamesische Generation hat ein Großteil von Entwicklungen nicht selbst erlebt und steht nur vor den Ergebnissen dieser Entwicklungen. Ein Beispiel: Ein Kind aus dem abgelegenen, hohen Norden Vietnams hat ein Handy, ist vernetzt und sieht Inhalte “einer anderen Welt”, die ihn „verzaubert“, ihm besser zu sein erscheint, als die seine. Er will dorthin und so sein, wie die Person, die ihm gezeigt wird, und das am besten jetzt. Teilweise auf Kosten der Nachhaltigkeit. Ein gefährliches Vorhaben durch ein verzerrtes Bild der Realität. Diese Kinder sind deshalb schon zum Scheitern verurteilt. Auch ein anderes Thema, das weiter ergründet werden könnte.

All diese o.g. Punkte sind dennoch meines Erachtens nur Randerscheinungen eines viel wichtigeren Themas: BILDUNG, verbunden mit weiteren Themen wie Kommunikation und Aufklärung. Kann die Jugend in der Entwicklungsphase eines Landes mitgenommen werden? Kann die (nicht nur vietnamesische) Jugend mit dem sehr schnellen Fortschritt mithalten? Dreht sich die Welt zu schnell? Entgleist uns die Jugend? Dieser Gedanke impliziert auch die Rolle der Medien und der Information, die selbst auch Desinformation oder Konditionierung sein kann (indem der „Eine Richtung Blick“ gepflegt wird). Selbst Geschichtsbücher, die von Menschen verfasst wurden, können Fehler enthalten, Bilder verzerren und in die Irre führen. Deshalb sollte man möglichst viele Blickwinkel und den Kontext einer Sache betrachten und versuchen, sich ein eigenes Bild zu machen. 

Durch einen wirklich gesunden Menschenverstand, sollte es zudem zu schaffen sein, eine gesunde Welt zu erschaffen. Idealismus von mir? Mag sein.

Ein deutscher Kirchenmann sagte mir einst: „Ich armes Schaf, bräuchte dringend geistige Nahrung“, bloß weil ich ihm meinen Grundsatz im Leben erklärte: Das Gute vom Bösen zu unterscheiden. Bemüht man sich, dies im Leben zu tun, erreicht man (in der Regel) diesen gesunden Menschenverstand. Vertrauen müsste entsprechend vorgelebt und könnte teilweise gewonnen werden, indem man den Geist fördert. Misstrauen ist dabei durchaus legitim (aus den vergangenen Erfahrungen heraus), doch ein Ziel sollte sein, die richtige, gesunde Balance zu finden.

Im Interview hast du, lieber Quang, erwähnt, dass du mit 17 Jahren nach Deutschland gekommen bist und deine Persönlichkeit quasi „fertig entwickelt“ war. Ich meine, dass nur die Basis deiner Persönlichkeit festgelegt war, da sich diese aufgrund der Erfahrungen, des Austauschs, der menschlichen Neugier stetig entwickelt hat (und noch tut). Du siehst es als Problem, dass die 2. Generation sich nicht vietnamesisch fühlt und sich entsprechend verhält (waschechte Vietnamesen sind immer sehr nostalgisch…:)) Herr Vu Minh Anh fügt sogar hinzu, dass diese neue Generation „die neue, deutsche Generation“ sei. 

Ich hätte hier, aufgrund meiner eigenen Herkunft, eine Anregung. Warum sollte man aus diesem Fakt (dass sich die neue Generation nicht vietnamesisch fühlt) ein Problem machen? Dies führt u. a. zur tiefen Zerrissenheit der Generation Nr. 1 und gibt zudem der Generation Nr. 2 ein schlechtes Gewissen und das Gefühl, den Erwartungen nicht gerecht zu werden. Heißt es nicht: „Erwarte nichts, so wirst du nicht enttäuscht“? Man kann nicht erwarten, nachdem man eine Pflanze umgesetzt hat, dass sie genauso wird wie im mütterlichen Boden. Das Klima, die Eigenschaften, das Umfeld beeinflussen die Entwicklung der Pflanze. Der Dünger (die Vermittlung der Werte) wird helfen mögen, doch das Ergebnis wird eigen sein – denn jeder Mensch ist eigen.

VI.

Ich glaube, dass die vorhandene Sorge (dass die 2. Generation sich nicht vietnamesisch fühlt) durchaus berechtigt ist, aber sie sollte nicht speziell auf Vietnam (oder ein anderes Herkunftsland) bezogen sein. Die wahre Sorge sehe ich mehr bei den Eltern: Sie haben Leid erfahren und mussten sich, ob sie es wollten oder nicht, mit der schmerzhaften Geschichte Vietnams auseinandersetzen. Sie wurden mit den Auswirkungen von furchtbaren Kriegen konfrontiert und sehnten sich nach einer besseren Zukunft. Später haben sie Kinder bekommen und versucht, dieser 2. Generation einen Bezug (nicht nur durch die Hautfarbe oder durch ein anderes Aussehen) zu ihren Erfahrungen zu geben. Indem sie das getan haben und immer wieder tun (das Problem ist ja immer noch da), reflektieren/reproduzieren sie ihre Ängste, ihre vergangenen Erfahrungen und ganzen Hoffnungen auf die Kinder. 

Durch Erzählungen über das Herkunftsland kann man einen Bezug zum Herkunftsland zwar schaffen, doch wird es ein anderer sein. Es muss auch ein anderer sein, denn diese Kinder können das Ausmaß der Erfahrungen nicht so wie sie fühlen. Sie können es nur spüren. Und unbewusst möchten sie das Leid ihrer Eltern nicht wiederholen, indem sie dieses im Geist wieder erleben. Die elterlichen Erfahrungen fühlen sich wie eine Last an und – logischerweise – denken sie, auch als Schutzmechanismus: „Warum soll ich mich belasten, wenn es mir hier doch gut geht?“

Haben die Eltern es geschafft, durch ihre Erzählungen die Neugier ihrer Kinder zu wecken, ist es die halbe Miete. Denn nicht jedes Kind wird sich dafür interessieren. Ich z. B. habe vier Geschwister und bin das einzige Kind, das sich wirklich tiefgründig mit dem Thema meiner Herkunft beschäftigt hat. Obwohl die Erziehung und das Umfeld dieselben waren.

Wenn diese 2. Generation sich nicht vietnamesisch fühlt, impliziert es womöglich, dass die Zugehörigkeit, bzw. die oben angesprochene Identität nur ein Gefühl ist. Weiterhin sollte man sich fragen: Definiert sich die Verbundenheit zu einem Land (Heimatliebe) unbedingt durch die Blutlinie? Das glaube ich nicht: Viele „Fremde“ ohne vietnamesische Blutlinie lieben Vietnam aus tiefstem Herzen und betrachten dieses Land sogar als ihre wahre Heimat.

Es ist weiterhin ein gutes Zeichen, dass sich die 2. Generation (im Ausland geborene Vietnamesen oder Menschen vietnamesischer Abstammung) im neuen Heimatland derart gut angepasst und integriert hat. War das innerlich nicht der Traum ihrer Eltern? Eltern wollen in der Regel immer, dass es ihren Kindern besser ergeht als ihnen damals. Aus Liebe möchten sie ihnen den schweren Weg der Entbehrung, das Leid ersparen. Dieser Weg beinhaltet aber leider das Risiko der Entfremdung zu den Wurzeln. Und hier gibt es, meine ich, nur einen Weg: Multikulturelle Bildung und breite Aufklärung im Elternhaus, in der Hoffnung, dass die Liebe der Kinder zur Heimat früh oder später doch erweckt wird – aber nur vorausgesetzt, dass dem Kind genug Freiraum gelassen wird, um den eigenen Menschenverstand zu entwickeln und selbst zu entscheiden, ob es die Heimatliebe entwickeln will oder nicht. 

Liebe kann nicht erzwungen werden, auch nicht Heimatliebe. Am Ende wird sich ein Kind dafür interessieren und das andere nicht.

Die Liebe zu meiner (Teil)Heimat Vietnam ist aufgrund meiner erlebten Gefühle und der dabei entwickelten Empathie gewachsen. Ich durfte immer selbst mein eigenes Bild entwickeln. Vielleicht war das die subtilere Art und Weise meiner vietnamesischen Mutter Loan, mich an diesem Punkt zu bringen. Sie hat mich niemals gezwungen, Vietnam zu lieben. Stattdessen hat sie mir vietnamesische Musik vorgespielt, hat gesungen und mir die Texte übersetzt. Sie hat vietnamesisch gekocht und so einen starken Bezug zu Vietnam geschaffen. Ich habe mich aber selbst dafür interessiert und das ist hier ein wesentlicher, enormer Unterschied.

VII.

Wie du aus ihrer Biographie erfahren hast, bestand schon bei ihr das Problem der Zugehörigkeit: Sie gehörte (angeblich) nicht mehr Vietnam an, weil sie das Land verlassen hatte (den wahren Kontext zu kennen, ist deshalb wichtig). Und sie war in Frankreich nicht willkommen (die Geschichte von u. a. Dien Bien Phu spricht für sich). Sie gehörte also plötzlich keinem Land mehr, war heimatlos (ein schrecklicher Gedanke), obwohl sie ihre Heimat Vietnam immer zutiefst weiterhin liebte und sich parallel dazu in Frankreich integrieren wollte. Im Herzen war der Ruf nach Zugehörigkeit, nach Liebe groß. Bedingt durch das ablehnende Verhalten (nicht Akzeptanz) meines Umfeldes, habe ich schnell als Kind gelernt, mich fremd zu fühlen, trotz meines innerlichen Wunsches, doch zu beiden Ländern gehören zu wollen. Meine Mutter hat damals gute Lösungen zu den Dilemmas gefunden:

1) Bildung war ein Schlüssel, um sich erst Respekt zu verschaffen. Wer respektiert wird, wird auch wahrgenommen und kommt besser durch Widrigkeiten durch. 

2) Genauso wie eine Heimat, sollte man die Erde (als Planet) betrachten. Deshalb sind wir keineswegs heimatlos, weil wir Menschen auf Erden sind. Irgendwie tröstlich. Diese Aussage beantwortet die im Interview aufgekommene Frage der Gleichberechtigung. Die Gleichberechtigung sollte nicht nur für Mensch, sondern für alle Lebewesen sein, aus Respekt für das, was Leben bedeutet.

Weiterhin entwickelt sich Heimatliebe von den im Ausland geborenen Menschen vietnamesischer Herkunft durch die Art, wie sie im angesprochenen Land empfangen und wahrgenommen werden. Noch einmal möchte ich die Wichtigkeit der Entwicklung des gesunden Menschenverstandes unterstreichen.

Hier Beispiele: Frankreich ist das Land, in dem ich geboren wurde und ich aufgewachsen bin. Es ist aufgrund vieler Verhaltensweisen ein nationalistisches Land. Mir wurde damals als Kind eingetrichtert (teilweise von meiner französischen Familie und von einigen Lehrern sogar), wie schlimm der 1. und der 2. Weltkrieg waren (ich widerspreche nicht) und wie fast noch schlimmer es sei, sich mit den furchtbaren Germanen (die Deutschen) vermischen zu wollen = einem Landesverrat gleich. Hätte ich darauf gehört, ohne meinen Verstand einzusetzen und selbst Rückschlüsse zu ziehen, hätte ich niemals die deutsche Sprache gelernt (Sprachen sind übrigens auch sehr wichtig, um sich zu integrieren und die Welt zu verstehen = Thema Kommunikation). Deutschland hat mir schließlich bessere Zukunftschancen gegeben, als in Frankreich. Inzwischen besitze ich auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Ich habe einen deutschen Mann, zwei Deutsch-französische Kinder. Deutschland ist also zu meiner zweiten, geliebten Heimat geworden. Und trotzdem liebe ich Frankreich und respektiere es als mein Ursprungsland, das mir auch zu einer gewissen Zeit eine glückliche Zeit beschert und in der Not geholfen hat (ich bekam ein hohes, staatliches Stipendium, um in Frankreich zu studieren).

Zweites Beispiel: Auf der Suche nach meinen vietnamesischen Wurzeln (nach eigenem Bekunden meines Interesses dafür), besuchte ich 1990 das Land meiner Wurzeln – auch mit dem innerlichen Wunsch, dazu zu gehören und angenommen zu werden. Mein Aussehen ist alles andere als Vietnamesisch, doch mein Herz schlägt in mancher Hinsicht vielleicht sogar stärker als manches vietnamesisches Herz. Ich wurde zum größten Teil sehr liebevoll empfangen, als ein Kind zweier Welten, zweier Kulturen. Dieses Gefühl, „zu Hause angekommen zu sein“ war überwältigend und gab mir ein Stück meiner Selbst zurück. So sehr, dass ich Vietnam ebenso als mein weiteres, geliebtes Heimatland betrachte. Herr Vu Minh Anh sagte im Interview auch: “Die Welt ist bunt“. Das stimmt. Man darf mehrere Heimatländer haben. Man liebt sie nur auf unterschiedliche Weise.

Stelle ich mir die Fragen: Bin ich mehr Deutsch als Französin? Bin ich mehr Vietnamesin als alles andere? Sollte ich mir überhaupt diese Fragen stellen, um glücklich zu sein? Nein. Ich habe beschlossen, aus jedem Land, das mir Willkommen heißt, voller Dankbarkeit ein Heimatland zu machen. Ich mache daraus einen Vorteil, anstatt ein Hindernis.

VIII.

In beiden Fällen lasse ich bewusst keinen Raum für Zerrissenheit (begrenztes Denken ruft Zerrissenheit hervor). Beides ist gut und ist multiplizierbar auf allen Ländern dieser Welt. Man sollte Identität deshalb nicht be/einschränken indem man sagt: „Mein Kind sollte sich mehr vietnamesisch fühlen und sich entsprechend verhalten“. Stattdessen sollte man den menschlichen, universellen Aspekt hervorheben und sagen: „Mein Kind ist ein Kind zweier Kulturen. Das ist gut so und eine Bereicherung unserer Gesellschaft. Mein Kind ist am Ende ein Mensch.“ Man kann keine Farben vermischen und erwarten, dass das erzeugte Ergebnis eine einzige Farbe enthält. Man kann keine Pflanze einpflanzen in der Erwartung, dass sie nur eine Art Wasser trinkt und bestimmte Sonnenstrahlen annimmt, denn sie wird sich sowieso das nehmen was sie braucht, um zu überleben und sich zu entfalten – aufgrund des Bodens und der Nahrung, die sie bekommt und annimmt oder nicht.

Identität, Zugehörigkeit und Heimatliebe kommen durch natürliche Veranlagung, Wissen und Kultur. Kultur kommt durch Bildung. Sie bilden einen Kreis und der Mensch entscheidet, ob es ein Engelskreis oder ein Teufelskreis wird. Ein Garten bleibt brach oder wird kultiviert. Das liegt an jedem Einzelnen und der Prozess beginnt im Elternhaus. Der Wille und das zu entwickelnde Potential der einzelnen Person, sowie die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, geographischen und politischen Faktoren werden die Richtung beeinflussen – doch das ist wohl ein anderes Thema.

Wir sind äußerlich und innerlich nicht alle gleich. Wir sind einzelne Wesen in ihrer unendlichen, bereichernden Vielseitigkeit. Zu dieser Episode hätte der Titel “To love mankind as it is” gut gepasst. Nicht nur die Welt, sondern den Menschen zu lieben, wie er ist, ist meines Erachtens der Schlüssel zur Gelassenheit.

Wie du siehst, lieber Quang, sind dein Podcast und Eure beiden Meinungen sehr inspirierend. Das sind die zusammengefassten, spontanen Gedanken meiner kleinen Person beim Zuhören. Gewiss sind sie nicht völlig ausgereift und bedürfen an mancher Stelle Verbesserungen. Doch sie unterstreichen, hoffe ich, die Wichtigkeit von Dialog und Wertevermittlung, um einen nachhaltigen Weg in Richtung positiver Zukunft gemeinsam zu bauen. 

Hier noch einmal das Zitat meiner geliebten Mutter Loan:

„Was hat mich getrieben? Hoffnung! Hoffnung für die Vertriebenen, für die Verlassenen, für die Einsamen und für die, die an den Himmel glauben. Hoffnung, meinen Kindern etwas auf den Weg mitgegeben zu haben; das zu erreichen, was ich nicht geschafft habe! Wenn meine Kinder es nicht schaffen, wer dann?“

Wir „eingedeutschte Menschen“ sollten deshalb den wichtigen, wertvollen Samen der alten, guten Tugenden weiterhin sähen, in der Hoffnung, sie fallen auf fruchtbarem Boden.

Quelle: Facebook, 30.07.2021

TO LOVE THE WORLD AS IT IS (II)

Fortsetzung des Gespräches mit dem deutsch-vietnamesischen Touristikmanager VU MINH ANH, Gründer und Geschäftsführer der Firma „Terraverde – Travel with your Senses“, Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam. 

Sprache: Deutsch

Musikalischer Einstieg und Ausklang: Silvius Leopold Weiss (1687-1750), Suite in A Dur: Allemande, aus dem Album “Guitar Music Vol. 6 – Long Plays Others 2” von Dang Ngoc Long (Logiker-Musikverlag Berlin 2021). Wir danken dem Komponisten und Gitarristen Prof. Dang Ngoc Long herzlich für seine Erlaubnis, Auszüge aus seinem Album in unserem Podcast zu verwenden.

YÊU THẾ GIỚI NHƯ NÓ HIỆN TỒN (II)

Tiếp tục trò chuyện với doanh nhân Đức gốc Việt VŨ MINH ANH, nhà sáng lập và Giám đốc điều hành công ty du lịch Terraverde, TP. Hồ Chí Minh, Việt Nam.

Ngôn ngữ: Tiếng Đức

Âm nhạc: Silvius Leopold Weiss (1687-1750), Suite in A Dur: Allemande, trích từ Album “Guitar Music Vol. 6 – Long Plays Others 2” của Đặng Ngọc Long (Nhà xuất bản Logiker-Musikverlag Berlin 2021). Chúng tôi chân thành cảm ơn nhạc sỹ và nghệ sỹ Guitarre GS. Đặng Ngọc Long đã cho phép sử dụng một số trích đoạn từ Album của ông tại Podcast này. 

Video-Podcast „Leben mit Corona – Deutsch-vietnamesischer Podcast aus Berlin“ / Video-Podcast “Sống chung với Corona – Podcast Việt-Đức từ Berlin”  

# 24, Sonntag / Chủ nhật, 18.07.2021

Làng thì ở đâu cũng là làng

Sáng hôm nay tôi mang xe ô tô đi chữa ở một xưởng cách nhà tôi chỉ mấy nóc nhà. Vào giờ chiều khi đến nhận xe ở xưởng thì ông chủ cho biết xe đã chữa được đỗ ở đâu đấy ngoài đường. Lúc tôi đang loay hoay đi tìm xe thì có một bà cụ, theo phỏng đoán của tôi chừng 70 tuổi hoặc trẻ hơn, dừng lại và rất thân thiện hỏi liệu bà có thể giúp đỡ được gì. Sau một hai phút trò chuyện sôi nổi và hai bên đã tường tận về việc xe tôi vừa được chữa, nhà của tôi ở phía cuối làng v.v. thì tôi chợt nhận ra xe của mình đã được nhân viên của xưởng mang đến đỗ ngay trước cổng nhà. Bà cụ khen cách làm việc của xưởng này, bà cho biết bà cũng là khách hàng lâu năm ở đó và biết ông chủ xưởng từ lúc người đó còn là một chàng trai trẻ.

Từ chuyện nọ lan man sang chuyện kia, hoá ra bà cụ cũng biết rất rõ về gia cảnh của ông chủ cũ ngôi nhà của tôi, đặc biệt là câu chuyện tình ái khá ngang trái của ông (tiếc là không thể kể lại kỹ hơn ở đây, chỉ có thể bật mí là cái kết cục của nó cũng chính là nguyên nhân để ông bán nhà gần tám năm về trước). Bà cũng cho biết bà mẹ vợ cũ của ông chủ cũ (cụ ấy năm nay chắc đã gần 100 tuổi) hiện vẫn còn sống, chỉ có con chó của bà ấy là đã chết…

Về làng đã hơn bảy năm nhưng thực tình tôi chỉ quen rất ít người trong làng, ngoại trừ hai gia đình láng giềng trực tiếp, nên những câu chuyện như vậy tất nhiên là vô cùng hấp dẫn. Bà cụ cho biết bà cũng là hàng xóm trong làng, cách nhà tôi khoảng 5-6 nóc nhà gì đó, trên sân có đỗ một con xe Trabant – một hobby của chồng bà. Bà cũng đã nhiều lần thấy phu nhân của họ Trương làm việc như con ong chăm chỉ ở ngoài vườn, và chắc bà cũng đã đọc tên của gia chủ trên biển tên trước cổng nhà, vì sau đó bà xin phép hỏi ông “Doktor” bảo vệ luận án trên lĩnh vực nào. Khi biết tôi học Ngữ văn ở Đại học Leipzig và bà hỏi tên ông thầy của tôi và tôi nói chắc chắn bà không thể biết đến GS. Claus Träger thì bà mỉm cười và cho biết, tất nhiên là bà biết GS. Träger!

Lúc trao đổi những câu chuyện này thì chúng tôi đã đi đến bên cạnh xe ô tô và trước cổng nhà của tôi, lẽ ra cuộc gặp tình cờ đã đến lúc phải dừng lại. Nhưng tất nhiên là tôi vẫn hỏi tiếp và được bà cho biết bà cũng là cựu sinh viên tại Đại học Leipzig, lúc đó còn là Karl-Marx-Universität (KMU). Và lúc bà kể về thời gian khoá học của bà thì tôi phải hỏi lại đến hai lần vì không thể tin vào tai của mình: bà bắt đầu nhập học ở KMU năm 1962, lúc vừa tròn 18 tuổi! Có nghĩa là bà cụ năm nay đã 77-78 tuổi (khi quan sát bà lúc đầu tôi nghĩ bà chỉ mới cuối 60, đầu 70).

Ngoài GS. Träger bà còn nhắc đến GS. Walter Markov, nhà sử học hàng đầu của CHDC Đức, cũng vốn là GS. ở KMU và là thầy dạy trực tiếp của bà. Bà không học cùng ngành ngữ văn như tôi (hay vật lý như một một cựu sinh viên nổi tiếng của KMU – chi tiết này là tôi thêm bây giờ!), mà học ngành Afrikawissenschaften (Châu Phi học), và bà từng là một nhà ngoại giao của CHDC Đức, chủ yếu làm việc ở các nước Phi châu.

Có một chi tiết thú vị nữa là khi tôi nhắc đến việc tôi từng có dịp gặp H. Markov, con trai của GS. W. Markov, lúc ông còn là Bộ trưởng Tài chính kiêm Phó Thủ hiến Bang Brandenburg, thì bà cho hay bà cũng biết H.M., cả về nguyên nhân thực sự liên quan đến việc rút lui khỏi chính trường của ông ấy về sau này.

Lúc chia tay, bà còn cho tôi biết thêm ở ngõ phố bên cạnh có một vị GS. văn chương rất nổi tiếng, tất nhiên ông cũng đã nghỉ hưu nhưng vẫn rất minh mẫn, rồi bà hứa vào một ngày không xa sẽ tổ chức một cuộc hội ngộ của giới văn nhân ở làng!

Và câu chuyện kể của tôi (nhớ đến đâu viết vội đến đấy để không quên) đến đây là hết 🙂

Theodor W. Adorno, Về ý nghĩa cuộc sống, sức khỏe, người Đức, vai trò của hồi ức, tương quan giữa dối trá và nghệ thuật…

Übersetzungsübungen anhand der unübersetzbaren Sätze von Adorno / Tiêu đề do người dịch đặt, từ những bài tập dịch trên cơ sở những câu văn bất khả dịch của Adorno

(1) “Leben, das Sinn hätte, fragte nicht danach.”
[“Sống mà có ý nghĩa thì chẳng cần phải băn khoăn về ý nghĩa của cuộc sống.”]

(2) “Gesundheit? – Was nützt einem Gesundheit, wenn man sonst ein Idiot ist.”
[“Có sức khoẻ ư? – Khoẻ thì liệu có ích gì, nếu ngoài đó ra ta là một kẻ ngu ngốc.”]

(3) “Ein Deutscher ist ein Mensch, der keine Lügen aussprechen kann, ohne sie selbst zu glauben.”
[“Một người Đức là một người không thể nói lên những điều dối trá mà không tin đó là sự thật.”]

(4) “„…dass in der Jugend unendlich Vieles als Versprechen des Lebens wahrgenommen wird, wovon dann der Alternde, durch die Erinnerung hindurch, erkennt, dass in Wahrheit die Augenblicke solchen Versprechens das Leben selber gewesen sind.
[“Khi còn trẻ có muôn điều được ta coi như là những hứa hẹn về cuộc sống, chỉ khi đã về già, qua lăng kính của hồi ức, ta mới nhận ra sự thật rằng những khoảng khắc hứa hẹn đó chính là cuộc sống.”]

(5) „Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“
[“Không thể sống thật trong một cuộc đời giả“]

(6) “Kunst ist Magie, befreit von der Lüge, Wahrheit zu sein.”
[“Nghệ thuật là ma thuật, đã được giải thoát khỏi sự dối trá coi mình là chân lý.”]

(7) „Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch“
[„Sau Auschwitz mà làm thơ là một hành động man rợ“]

(8) “Kunst will das, was noch nicht war, doch alles, was sie ist, war schon.”
[“Nghệ thuật muốn là cái chưa từng đã, nhưng tất cả những cái mà nó là, thì lại chỉ đã từng.”]

(9) “Wir verstehen nicht die Musik – sie versteht uns. Das gilt für den Musiker so gut wie für den Laien. Wenn wir sie uns am nächsten meinen, dann spricht sie uns an und wartet mit traurigen Augen, dass wir ihr antworten.”
[“Không phải ta hiểu âm nhạc, mà là âm nhạc hiểu ta. Điều này vừa đúng cho các nhạc sỹ, vừa đúng cho cả những người nghiệp dư. Mỗi khi ta cảm thấy âm nhạc gần gũi nhất thì nó sẽ gọi ta, và với ánh mắt buồn, sẽ chờ ta đáp trả.“]

(10) „Hoffnung ist nicht die festgehaltene Erinnerung sondern die Wiederkunft des Vergessenen.“
[„Hy vọng không phải là ký ức được níu giữ, mà là sự trở lại của những điều đã quên lãng.“]

Phần dịch tiếng Việt: THQ

“Đêm Thánh Vô Cùng” / “Stille Nacht, heilige Nacht”: Trò chuyện với Cha Lê Phan trước thềm Lễ Giáng sinh 2020

„Stille Nacht, heilige Nacht“ / „Đêm Thánh Vô Cùng“ – Gespräch mit Pater Stefan Taeubner SJ vor dem Heiligen Abend 2020

„Joseph Mohr nhấn mạnh sự cô đơn, ai cũng ở phải ở nhà của mình, không được phép hưởng ‘giây phút tưng bừng’. Ca từ của ông mô tả hoàn cảnh của một đôi vợ chồng đang cô đơn canh giấc ngủ của một em bé. Lúc ấy, trong niềm tin, chúng ta có thể vẫn nghe được tiếng hát của thiên thần. Chúng ta vẫn có thể nhận ra được niềm vui của Giáng sinh đã đến với chúng ta trong em bé đó. Cho nên bài ‘Stille Nacht’ (Silent Night/Đêm yên bình) đúng nghĩa với Giáng sinh năm nay.”

Một trong các chia sẻ của Cha Lê Phan JS trong buổi trao đổi trước thềm Lễ Giáng sinh 2020 dành cho chương trình “Sống chung với Corona – Podcast tiếng Việt từ Berlin”

Nội dung / Inhalte:

00:00 Lời chào và những chia sẻ về hoàn cảnh đặc biệt của Lễ Giáng sinh năm nay / Begrüßung, über die Besonderheiten des diesjährigen Weihnachtsfestes

03:00 Về ca khúc Giáng sinh nguyên tác tiếng Đức „Stille Nacht, heilige Nacht“ /  Über das deutschsprachige Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“

08:50 Các kỷ niệm của Cha Lê Phan với ca khúc Việt ngữ „Đêm Thánh Vô Cùng“ / Begegnung von Pater Tauebner mit dem vietnamesischsprachigen Lied „Đêm Thánh Vô Cùng“

11:26 Về nhạc sỹ Hùng Lân (1922-1986), tác giả ca từ tiếng Việt của ca khúc „Đêm Thánh Vô Cùng“  / Über den Komponisten Hùng Lân, den Schöpfer des vietnamesischen Liedtextes „Đêm Thánh Vô Cùng“  

13:25 Về khổ 1 của ca khúc / Zur ersten Strophe des Liedes (“Stille Nacht, heilige Nacht” / “Đêm Thánh vô cùng – Giây phút tưng bừng”)

19:27 Về khổ 2 của ca khúc / Zur zweiten Strophe des Liedes (“Stille Nacht, heilige Nacht – Hirten erst kundgemacht” / “Ôi Chúa thiên đàng – Nhấp chén phiền vương phong trần”)

34:40 Về khổ 3 của ca khúc / Zur dritten Strophe des Liedes (“Stille Nacht, heilige Nacht – Gottes Sohn, o wie lacht” / “Tinh tú trên trời, sông núi trên đời”)

42:20 Nhận xét so sách chung giữa hai phần ca từ / Abschließender Vergleich zwischen den beiden Textfassungen

46:50 Lời cảm ơn và thông báo về một bất ngờ đặc biệt / Dankesworte und Ankündigung einer besonderen Überraschung

SỐNG CHUNG VỚI CORONA – PODCAST TIẾNG VIỆT TỪ BERLIN /KỲ 21, THỨ TƯ 23.12.2020 / LEBEN MIT CORONA – PODCAST AUF VIETNAMESISCH AUS BERLIN / FOLGE 21, MITTWOCH 23.12.2020

Người đặt câu hỏi / Fragesteller: Trương Hồng Quang

PHỤ LỤC

(1) Bản gốc tiếng Đức

Stille Nacht, heilige Nacht
Lời: Joseph Mohr  / Nhạc: Franz Xaver Gruber (1818)

Stille Nacht, heilige Nacht
Alles schläft; einsam wacht
Nur das traute hochheilige Paar.
Holder Knabe im lockigen Haar,
Schlaf in himmlischer Ruh!
Schlaf in himmlischer Ruh!

Stille Nacht, heilige Nacht,
Hirten erst kundgemacht
Durch der Engel Halleluja,
Tönt es laut von fern und nah:
Christ, der Retter ist da!
Christ, der Retter ist da!

Stille Nacht, heilige Nacht,
Gottes Sohn, o wie lacht
Lieb’ aus deinem göttlichen Mund,
Da uns schlägt die rettende Stund’.
Christ, in deiner Geburt!
Christ, in deiner Geburt!

(2) Bản dịch nghĩa tiếng Việt từ nguyên tác tiếng Đức

Đêm yên lặng, đêm thiêng liêng

Đêm yên lặng, đêm thiêng liêng!
Muôn nhà đều say giấc nồng, chỉ một cặp đôi thánh thiện 
cô đơn canh giấc ngủ một hài đồng.
Ôi hài đồng yêu kiều với mái tóc xoăn
Hãy ngủ yên trong giấc mộng thiên đường,
Hãy ngủ yên trong giấc mộng thiên đường!

Đêm yên lặng, đêm thiêng liêng!
Những người chăn chiên được báo Tin Mừng
qua tiếng hát ngợi ca của các thiên thần,
vang lên khắp chốn gần xa:
Chúa Kitô, Đấng cứu thế đã giáng sinh,
Chúa Kitô, Đấng cứu thế đã giáng sinh!

Đêm yên lặng, đêm thiêng liêng!
Ôi Con Thiên Chúa, thật rạng rỡ nụ cười đầy yêu thương 
từ đôi môi thiêng
vào giờ khắc cứu rỗi:
Giê Su ơi, Người đã ra đời,
Giê Su ơi, Người đã ra đời!

Bản dịch nghĩa tiếng Việt: Trương Hồng Quang với sự cộng tác
của Linh mục Stefan Taeubner SJ 

Phần biểu diễn tác phẩm gốc „Stille Nacht, heilige Nacht“ của ca sỹ Peter Schreier và Dàn hợp xướng Thomanerchor Leipzig

(3) Bản tiếng Việt với ca từ của nhạc sỹ Hùng Lân 

Đêm Thánh Vô Cùng  

Ðêm Thánh vô cùng, giây phút tưng bừng
Ðất với trời se chữ 
Đồng
Ðêm nay Chúa con thần thánh tôn thờ
Canh khuya 
giáng sinh trong chốn hang lừa
Ơn châu báu không bờ bến
Biết tìm kiếm của chi đền

Ôi Chúa thiên đàng, cam nếm cơ hàn
Nhấp chém phiền vương phong trần
Than ô
i Chúa thương người đến quên mình
Bơ vơ chốn quê nhà lúc sinh thành
Ai đang sống trong lạc thú
Nhớ rằng Chúa đang đền bù

Tinh tú trên trời, sông núi trên đời
Với thánh thần mau kết lời
Cao sao hoá công đã khéo an bài
Sai con hiến thân để cứu nhân loại
Hang chiên máng rêu tạm trú
Bốn bề tuyết sương mịt mù

Tác phẩm “Đêm Thánh Vô Cùng” với phần trình diễn của Bằng Kiều, Thiên Tôn và Đình Bảo

Die Gedanken sind „Trống cơm“

Deutsch-vietnamesisches Volkslied / Dân ca Đức-Việt

Arrangement und Leitung :
Prof. Đặng Ngọc Long 

Mitwirkenden: Chor der Đào Minh Quang-Stiftung + Lotus-Ensemble + Stiftungsorchester / Uraufführung im Rahmen der Auftaktveranstaltung  der Đào Minh Quang-Stiftung am 15.06.2017 in Berlin

Phối khí và Chỉ huy: 
GS. Đặng Ngọc Long

Tham gia biểu diễn: Dàn hợp xướng Quỹ Đào Minh Quang + Nhóm Bông Sen + Dàn nhạc Quỹ Đào Minh Quang / Trình diễn lần đầu trong Lễ ra mắt Quỹ Đào Minh Quang tại Berlin ngày 15.06.2017

Kamera / Quay phim: Trương Trần Phúc

Phụ lục

Die Gedanken sind frei
Ý nghĩ là tự do
(Deutsches Volkslied / Dân ca Đức)

Die Gedanken sind frei,
wer kann sie erraten?
sie fliehen vorbei
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger erschießen,
mit Pulver und Blei:
die Gedanken sind frei!

Ý nghĩ là tự do,
Ai có thể đoán chúng?
Ý nghĩ vút bay qua
Như bóng đêm.
Không thể ai biết chúng,
Không người thợ săn nào có thể bắn hạ,
Với thuốc súng và đạn chì:
Ý nghĩ là tự do!

Ich denke, was ich will,
und was mich beglücket,
doch alles in der Still,
und wie es sich schicket.
Mein Wunsch und Begehren
kann niemand verwehren,
es bleibet dabei:
die Gedanken sind frei!

Tôi nghĩ điều tôi muốn,
Và về những gì khiến cho tôi hạnh phúc,
Nhưng tất cả chỉ là trong thầm lặng,
Như tôi vẫn hằng tin.
Mơ ước và khao khát của tôi
Chẳng thể ai ngăn cản,
Mãi mãi vẫn là vậy:
Ý nghĩ là tự do!

Und sperrt man mich ein
im finsteren Kerker,
das alles sind rein
vergebliche Werke;
denn meine Gedanken
zerreißen die Schranken
und Mauern entzwei:
die Gedanken sind frei!

Nếu có thế lực nào
giam hãm tôi trong chốn ngục tù tối tăm,
tất cả những việc đó
chỉ là vô ích; 
bởi ý nghĩ của tôi
sẽ xé toang các rào cản
và làm vỡ đôi các bức tường:
Ý nghĩ là tự do!

Ich liebe den Wein,
mein Mädchen vor allen,
sie tut mir allein
am besten gefallen.
Ich sitze nicht alleine
bei meinem Glas Weine,
mein Mädchen dabei:
die Gedanken sind frei!

Tôi yêu rượu vang,
nhưng trước hết tôi yêu cô gái của tôi,
nàng là người
tôi thương mến nhất cõi đời.
Tôi đâu chỉ ngồi một mình
bên cốc rượu vang,
cô gái của tôi luôn ở bên cạnh:
Ý nghĩ là tự do!

Bản sơ dịch tiếng Việt: Trương Hồng Quang (20.12.2020)

Ode an die Freude / Tụng ca niềm vui

Zum 250. Geburtstag / Kỷ niệm sinh nhật lần thứ 250
von / của Ludwig van Beethoven (17.12.1770 – 17.12.2020)

O Freunde, nicht diese Töne!
Sondern laßt uns angenehmere
anstimmen und freudenvollere.

Các bạn ơi, xin hãy ngừng những âm thanh này!
Mà hãy cất tiếng hòa ca với những âm thanh dịu êm hơn
và nồng cháy hơn.

Freude! Freude!

Ôi niềm vui! Niềm vui!

Freude schöner Götterfunken,
Tochter aus Elysium!
Wir betreten Feuer trunken,
Himmlische, dein Heiligtum!
Deine Zauber binden wieder,
Was die Mode streng geteilt,
alle Menschen werden Brüder
wo dein sanfter Flügel weilt.

Niềm vui, ôi tia sáng rực rỡ của thần linh
Người con gái từ miền cực lạc!
Ta bước vào cõi thiên đường
Ngất ngây trong ánh lửa thiêng!
Niềm vui, phép huyền diệu của Người
Sẽ gắn kết tất cả những gì do thói quen chia lìa,
Tất cả nhân loại sẽ thành anh em
Khi đôi cánh dịu dàng của Người đáp xuống.

Wem der grosse Wurf gelungen,
Eines Freundes Freund zu sein.
Wer ein holdes Weib errungen,
Mische seinen Jubel ein!

Ai trúng số độc đắc
Có bạn hiền sát cánh trong cuộc đời.
Ai chinh phục được một nàng kiều diễm
Xin hãy hoà chung niềm hân hoan vào khúc hát này!

Ja wer auch nur eine Seele
Sein nennt auf dem Erdenrund!
Und wer’s nie gekonnt, der stehle
Weinend sich aus diesem Bund!

Hãy hoà chung niềm hân hoan, kể cả những ai chỉ có
Một tâm hồn bè bạn độc nhất trên cõi đời!
Còn những kẻ chưa từng có bạn
Hãy sụt sùi lánh xa dàn đồng ca này!  

Freude trinken alle Wesen
An den Brüsten der Natur;
Alle Guten, alle Bösen
Folgen ihrer Rosenspur.

Hết thảy mọi sinh linh
Đều uống niềm vui từ bầu vú của thiên nhiên;
Cả người thiện và kẻ ác
Đều rảo bước trên con đường lát hoa hồng của niềm vui.

Küsse gab sie uns und Reben,
Einen Freund, geprüft im Tod;
Wollust ward dem Wurm gegeben,
Und der Cherub steht vor Gott.

Niềm vui ban tặng cho ta những nụ hôn và chùm nho
Một bạn hữu trung thành, từng thử thách qua sinh tử
Hoan lạc được ban tặng cho cả loài sâu     
Và thiên sứ đứng trước Thượng đế.

Froh, wie seine Sonnen fliegen
Durch des Himmels prächt’gen Plan,
Laufet, Brüder, eure Bahn,
Freudig, wie ein Held zum Siegen.

Hãy hoan hỉ, như những hành tinh
Lướt trên những quỹ đạo huy hoàng của thiên giới
Hỡi anh em, hãy bước tới
Như một người anh hùng tiến đến đích chiến thắng.

Seid umschlungen, Millionen!
Diesen Kuß der ganzen Welt!
Brüder, überm Sternenzelt
muß ein lieber Vater wohnen.
Ihr stürzt nieder, Millionen?
Ahnest du den Schöpfer, Welt?
Such’ ihn überm Sternenzelt!
Über Sternen muß er wohnen.

Muôn triệu người, xin hãy ôm nhau
Nụ hôn này dành cho toàn thế giới!
Hỡi anh em, trên đỉnh của muôn vàn tinh tú
Hẳn phải có một người Cha nhân từ đang ngự trị.
Triệu triệu linh hồn đang rụng xuống?
Liệu thế giới có biết Đấng sáng thế của mình?
Hãy tìm Người trên vòm tinh tú!
Người hẳn ngự trị trên muôn các vì sao. 

Seid umschlungen, Millionen!
Diesen Kuß der ganzen Welt!
Brüder, überm Sternenzelt
muß ein lieber Vater wohnen.
Seid umschlungen, Millionen!
Diesen Kuß der ganzen Welt!
Freude, schöner Götterfunken
Tochter aus Elysium,
Freude, schöner Götterfunken, Götterfunken.

Muôn triệu người, xin hãy ôm nhau
Nụ hôn này dành cho toàn thế giới!
Hỡi anh em, trên đỉnh của muôn vàn tinh tú
Hẳn phải có một người Cha nhân từ đang ngự trị.
Muôn triệu người, xin hãy ôm nhau
Nụ hôn này dành cho toàn thế giới!
Niềm vui, tia sáng rực rỡ của thần linh
Người con gái từ miền cực lạc!
Niềm vui, tia sáng rực rỡ của thần linh!
Tia sáng rực rỡ của thần linh!

Bản sơ dịch tiếng Việt: Trương Hồng Quang (18.12.2020)

Informationen über das Video “Ode an die Freude”

Aus dem Schlusschor der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven, Lyrik: Friedrich Schiller, Arrangement: Prof. Đặng Ngọc Long, Chor der Đào Minh Quang-Stiftung + Lotus-Ensemble + Stiftungsorchester (Uraufführung am 15.06.2017 im Rahmen der Auftaktveranstaltung der Đào Minh Quang-Stiftung in Berlin)

Thông tin về video “Tụng ca niềm vui” 

Trích hợp xướng kết thúc Giao hưởng số 9 của Ludwig van Beethoven, Lời thơ: Friedrich Schiller, Phối khí: GS. Đặng Ngọc Long, Dàn hợp xướng Quỹ Đào Minh Quang + Nhóm Bông Sen + Dàn nhạc Quỹ Đào Minh Quang (Trình diễn lần đầu trong Lễ ra mắt Quỹ Đào Minh Quang tại Berlin ngày 15.06.2017)

Kamera / Quay phim: Trương Trần Phúc 

unter Verwendung der Eingangs- und Schlusssequenzen aus der Videodokumentation der Đào Minh Quang-Stiftung / có sử dụng phần mở đầu và phần kết thúc từ tư liệu video của Quỹ Đào Minh Quang

Bản gốc hợp xướng “Ode an die Freude” do Daniel Barenboim chỉ huy trước Cổng thành Brandenburg nhân Lễ Quốc Khánh 60 năm CHLB Đức

NHẬT KÝ CORONA / CORONA-TAGEBUCH – TRÒ CHUYỆN VỚI CHỊ HÀ AN / GESPRÄCH MIT FRAU HÀ AN (BERLIN)

🇻🇳 NHẬT KÝ CORONA – Trò chuyện với chị Hà An, chuyên gia công tác xã hội ở Berlin, về các trải nghiệm cá nhân của chị trong việc vượt qua căn bệnh Covid-19 của bản thân trong thời gian vừa qua  

Các bạn bè và những bạn đọc theo dõi “Nhật ký Corona” của chị Hà An, chuyên gia công tác xã hội ở Berlin và một gương mặt quen thuộc của cộng đồng, hẳn được biết cách đây khoảng 3 tuần chị đã nhận được kết quả chẩn đoán dương tính Covid-19. Trong suốt quá trình chiến đấu với căn bệnh này ở thời gian qua, trong đó có những giai đoạn rất cam go, chị đã cố gắng đều đặn cập nhật các thông tin hữu ích và chia sẻ với cộng đồng những trải nghiệm và kinh nghiệm cá nhân của mình. Hiện Hà An đang trong quá trình bình phục, và mặc dù vẫn còn mệt, chị vẫn dành cho chương trình „Sống chung với Corona – Podcast tiếng Việt từ Berlin“ buổi trò chuyện chi tiết vào ngày hôm nay, thứ hai 02.11.2020, đúng thời điểm các biện pháp Lockdown lần thứ hai bắt đầu có hiệu lực trên toàn nước Đức.

Với tôi, người thực hiện chương trình này, đây là kỳ Podcast mang đến những chấn động cá nhân sâu sắc nhất. Việc chia sẻ trước công luận những thông tin nhạy cảm nhất như thông tin về sức khỏe cá nhân không phải là một điều hiển nhiên và đòi hỏi một ý thức trách nhiệm rất cao đối với cộng đồng. Tôi vô cùng biết ơn Hà An về việc này và hy vọng các chia sẻ của chị sẽ hữu ích, mang đến những nguồn năng lượng tích cực đối với cộng đồng của chúng ta, không chỉ ở Đức, mà cũng ở châu Âu, Việt Nam và khắp nơi trên thế giới. Chúc Hà An và gia đình chị chóng hồi phục hoàn toàn sức khỏe, xin cầu chúc tất cả bạn bè, anh chị em gần xa sức khỏe và bình an!

TB. Chị Hà An vừa cho tôi biết ở phút thứ 40 của video có một chỗ chị nói nhầm và đề nghị đính chính lại như sau: thời gian bệnh phát nặng của chị không phải vào các ngày thứ 11 – 14 sau khi thử, mà là vào các ngày 11.10. – 14.10. Xin chân thành cảm ơn chị và xin thông báo lại để các quý vị và các bạn theo dõi chương trình được biết! (03.11.2020, 15.52h)

SỐNG CHUNG VỚI CORONA – PODCAST TIẾNG VIỆT TỪ BERLIN
KỲ 20, THỨ HAI 02.11.2020
Người đặt câu hỏi: Trương Hồng Quang

🇩🇪 CORONA-TAGEBUCH – Gespräch mit Frau Hà An,  Sozialarbeiterin in Berlin, über ihre persönlichen Erfahrungen beim Kampf gegen die eigene Covid-19-Erkrankung in der jüngsten Zeit 

LEBEN MIT CORONA – PODCAST AUF VIETNAMESISCH AUS BERLIN
FOLGE 20, MONTAG 02.11.2020
Fragesteller: Trương Hồng Quang